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04.03.2022

Ukraine-Krise – besser Geld als einzelne Medikamente spenden

Angesichts des Kriegs in der Ukraine ist die Hilfsbereitschaft überall groß: Viele Bürgerinnen und Bürger möchten helfen und Arzneimittel spenden. Sinnvoller ist es jedoch, Geld an seriöse Hilfsorganisationen zu spenden. Diese arbeiten gezielt mit Helfern vor Ort zusammen und wissen genau, welche Medikamente und medizinischen Materialien dort benötigt werden. Diese werden mit den Spendengeldern direkt besorgt und verteilt.

Arzneimittelspenden sind auch deswegen schwierig, weil sie speziellen gesetzlichen und fachlichen Anforderungen entsprechen müssen. Denn Arzneimittel sind besondere Güter und dürfen nicht ohne Weiteres in andere Länder transportiert werden. Sie müssen auch in Krisenzeiten offiziell exportiert und vom Zielland importiert werden. Auch beim Transport und der Zwischenlagerung ist fachliches Know-how gefordert, um die Qualität bis in die Krisenregion sicherzustellen. Das ist bei einem selbst zusammengestellten Sortiment an Medikamenten oft nicht möglich.

Darüber hinaus bedeutet es für die Helferinnen und Helfer vor Ort großen Aufwand, die eingehenden Sachspenden zu sortieren und weiterzuleiten. Für eine schnelle und gute Versorgung fehlt dann schlicht der Überblick. Große Teile der Spenden entsprechen zudem oft nicht dem Bedarf im Krisengebiet und finden keine Verwendung.

Apotheken unterstützen Hilfsorganisationen
Deshalb arbeiten Hilfsorganisationen auch mit Unterstützung von Apothekerinnen und Apothekern zusammen: Sie koordinieren die Beschaffung und Lieferung, darüber hinaus kontrollieren sie die richtige Lagerung von Arzneimittelbeständen vor Ort. So erreichen die Hilfsmittel direkt die ukrainischen Krankenhäuser, mobile medizinische Teams, Flüchtlingsunterkünfte und Kinderheime an der polnisch-ukrainischen Grenze.

Mit Geldspenden werden diese gezielten Arzneimittelkäufe finanziert. So gibt es beispielsweise von den Hilfsorganisationen auch zusammengestellte Kits, die unter anderem Schmerzmittel und Verbandsmaterial beinhalten. Mithilfe eines solchen Notfallpaketes können bis zu 10.000 Menschen drei Monate lang mit Medikamenten versorgt werden.

Im Folgenden finden Sie einige auf die medizinische Versorgung spezialisierte seriöse Organisationen, die Spenden für die Ukraine sammeln.

Apotheker ohne Grenzen Deutschland e.V.

www.apotheker-ohne-grenzen.de 

Apotheker helfen e.V.

https://www.apotheker-helfen.de

HILFSWERK der baden-württembergischen Apothekerinnen und Apotheker e.V.

www.apotheker-hilfswerk.de

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